Nördlich des Trasimenischen Sees – in der südlichen Toskana – befindet sich die Kleinstadt Cortona, die in der Provinz Arezzo – südöstlich der gleichnamigen Provinzhauptstadt – liegt. Wie die gesamte Toskana kann auch Cortona auf eine etruskische Vergangenheit zurück blicken – sie gilt als eine der bedeutendsten und zugleich ältesten Städte der Etrusker. Im ausgehenden vierten Jahrhundert vor Christus eroberten die Römer die Stadt, mussten diese jedoch weniger als 800 Jahre später an die Goten abgeben. Im Jahr 1325 ernannte Rom Cortona schließlich auch zu einem Bischofssitz und untermauerte damit noch einmal die Bedeutung dieses Ortes in der Toskana.
Landschaft in der Toskana
Stark durch die Renaissance geprägt – wie viele Städte der Toskana – besitzt Cortona auch heute noch einige beeindruckende Sehenswürdigkeiten aus jener Zeit. So zum Beispiel die Kirche Santa Maria Nuova, welche in der Mitte des 16. Jahrhundert errichtet wurde. Das bedeutendste Kunstwerk von Cortona – und teilweise auch weit über die Toskana hinaus berühmt – ist jedoch die Madonna del Calcinaio, die Ende des 15. und zu Beginn des 16. Jahrhundert von Francesco di Girogio Martini erbaut wurde. Auch weitere Kirchen wie die Chiesa dello Spirito Santo, die Chiesa di San Marco oder die Ex Chiesa del Gesù laden Besucher zu einer Besichtigung in ihren Mauern ein. Neben den vielen Sakralbauten sollte man aber auch unbedingt das Rathaus, die Villa Tommasi Aliotti und Villa Farina sowie die vielen Grabstätten der Etrusker – die sich im Übrigen über einen Großteil der Toskana erstrecken und von einer Vergangenheit weit vor den Römern erzählen – besuchen.